Meine-Landwirtschaft.de

Mit 300 Personen haben wir am 28. April vor der Bayer-Hauptversammlung in Bonn gegen die geplante Übernahme von Monsanto demonstriert. Die Fusion von Bayer und Monsanto bedroht die bäuerliche Landwirtschaft - in Europa ebenso wie im globalen Süden. Denn Bayer-Monsanto könnte künftig fast im Alleingang bestimmen, was Bäuerinnen und Bauern pflanzen und was wir essen. Mit einem historischen Kartoffeldämpfer, in dem wir symbolisch Patentscheine und Übernahme-Verträge verbrannt haben, haben wir den eintreffenden Bayer-AktionärInnen unser Nein zu Bayer-Monsanto gezeigt.

Pressemitteilung "Bayer-Monsanto bedroht bäuerliche Landwirtschaft"

Zusammen mit rund 200 Organisationen aus ganz Europa haben wir die EU-Kommission in einem offenen Brief aufgefordert, die geplanten Großfusionen im Agrarbereich zu unterbinden. Die unterzeichnenden Organisationen fordern in dem Schreiben vom 27. März gemeinsam, die Europäische Kommission muss "dringend wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Landwirtschaft in der Europäischen Union ökologisch nachhaltiger, sozial gerechter und damit weniger abhängig von der Agenda des Agribusiness zu gestalten." Offenen Brief lesen

Am 21. Januar haben wir zum siebten Mal für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel in Berlin demonstriert. Es war eine bunte und kraftvolle Demonstration. Angeführt von 130 Traktoren zogen 18.000 Menschen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Unsere Botschaften im Wahljahr: Bauernhöfe statt Agrarindustrie, gesundes Essen und artgerechte Tierhaltung sowie Demokratie statt Konzernmacht! Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!

Fotos | Video | Pressespiegel | Spenden | Aufruf und Forderungen im Wahljahr

19.05.2017 |

Forderung an die G20: Antibiotikamissbrauch in Tierfabriken eindämmen

Spritze

Vor dem G20-Gesundheitsministertreffen, das heute und morgen in Berlin stattfindet, warnt Germanwatch vor der Ausbreitung resistenter Keime und fordert das Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation appelliert an die Regierungen der G20-Staaten, energisch gegen die Ursachen für den wachsenden Antibiotikaeinsatz in Tierhaltungen vorzugehen. Denn mit jeder Antibiotikabgabe im Stall vergrößert sich das Risiko, dass sich antibiotikaresistente Keime bilden. Gerade für Menschen stellen Antibiotika ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar. [+] mehr...

17.05.2017 |

Neuer Dokumentarfilm: „Wie Monsanto die Welt vergiftet“

Pestizidflugzeug

„In Argentinien sterben die Menschen auf dem Land heutzutage vor allem an Krebs.“ So bringt ein Arzt aus dem argentinischen Córdoba auf den Punkt, welche Auswirkungen Sojanbau und flächendeckender Glyphosateinsatz für die Bevölkerung im ländlichen Raum hat. In Argentinien lassen sich die Auswirkungen von Glyphosat und anderen Ackergiften weltweit wohl am deutlichsten nachzeichnen. In ihrem packenden Dokumentarfilm „Tödliche Agri-Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet“, der kürzlich erschienen ist, beschreibt die Journalistin Gaby Weber die Monsanto-Tragödie in dem südamerikanischen Land. [+] mehr...

08.05.2017 |

Agrarsozialwahl 2017: Für mehr Demokratie in der Landwirtschaft

Mehr Demokratie - Eickmeyer

Zum ersten Mal finden dieses Jahr Sozialwahlen in der Landwirtschaft statt. Noch bis zum 31. Mai können nicht nur die Mitglieder von Krankenkassen und Rentenversicherung, sondern auch alle selbstständigen Landwirte ohne fremde Arbeitskräfte (SofA) ihre VertreterInnen wählen. Insgesamt 20 gewählte SofA-RepräsentantInnen werden in die 60 Mitglieder starke Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (kurz: SVLFG) einziehen. Die beiden übrigen Drittel stehen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zu, die allerdings nicht abstimmen, weil jeweils nur eine Liste zugelassen wurde. [+] mehr...

03.05.2017 |

Mehr als eine Viertelmillion EU-Bürger fordern Agrarreformen

Danke Living Land

Die Umweltverbände BUND, DNR, NABU und WWF haben die Beteiligung von rund 260000 EU-Bürgern an einer von der EU-Kommission gestarteten Online-Debatte um die künftige Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik gelobt. Innerhalb von nur vier Wochen sei es gelungen mit dem Projekt "Living Land", eine breite öffentliche Diskussion um den Reformbedarf im Agrarsektor anzustoßen und viele Menschen für die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, Umwelt und Verbrauchern zu interessieren. [+] mehr...

30.04.2017 |

Proteste bei Bayer-Aktionärsversammlung

Patentverbrennung

Vor Beginn der Bayer-Hauptversammlung am 28. April in Bonn demonstrierten BäuerInnen und VerbraucherInnen unter dem Motto „Genmanipuliert, patentiert, abkassiert – Stoppt die Bayer-Monsanto-Fusion!“ gegen die geplante Monsanto-Übernahme. Zu den Protesten, zu denen insgesamt 300 Menschen zusammengekommen waren, hatte das breite Bündnis "Stop Bayer-Monsanto" und die Kampagne "Meine Landwirtschaft" aufgerufen. Die Kritik der DemonstrantInnen: Da Bayer-Monsanto bei erfolgreicher Fusion zum weltweiten Marktführer im Saatgut- und Agrochemiemarkt wird, könne der Megakonzern künftig fast im Alleingang bestimmen, was Bauern pflanzen und Verbraucher essen. [+] mehr...